Anstieg der Vergiftungsfälle bei Katzen durch Spot-on Präparate für Hunde

Zeckenmittel für Hunde die den Wirkstoff Permethrin enthalten sind für Katzen sehr giftig. Nachdem in den letzten Jahren die Warnhinweise in den Gebrauchsinformationen und Symbole auf den Ampullen verbessert wurden, waren Vergiftungsfälle seltener geworden. Seit Sommer 2013 steigt die Anzahl der gemeldeten Fälle beim Bundesamt für Verbraucherschutz nun wieder an, so dass wir als Tierärzte aufgefordert werden verstärkt auf die Gefahr hinzuweisen.


Gehen Sie auf mehr lesen um zu erfahren: Wie kann ich die Vergiftung vermeiden? Welche Symptome treten auf? Wie wird behandelt?


Wie kann ich die Vergiftung vermeiden?

  • Warnhinweise uns Symbole auf den Ampullen beachten
  • direkten Kontakt mit frisch behandeltem Hund vermeiden, z. B. gleicher Liegeplatz
  • Aufnahme durch Belecken eines frisch behandelten Hundes vermeiden


Welche Symptome treten auf?

  • bei Hautkontakt mit dem Wirkstoff dauert es bis zu 3 Tagen bis die Katze erkrankt
  • beim Auflecken zeigen sich die Vergiftungserscheinungen schon nach einigen Minuten oder Stunden
  • Anzeichen sind: Krämpfe, Zittern, uncoordiniertes Laufen, vermehrtes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Fieber oder Untertemperatur 


Wie wird behandelt?

  • Erste Hilfe: Scheren der behandelten Hautstelle und Waschen mit lauwarmem Wasser und milder Seife (Shampoo oder Geschirrspülmittel)
  • Es gibt kein Gegengift. Die Behandlung besteht aus Entgiftung über Infusionen und Behandlung der Symptome.
  • Schnelle und intensive Behandlung erhöhen die Chance für eine vollständige Erholung. Einige Katzen erholen sich erst nach dreitägiger Intensivbehandlung. Durchhalten lohnt sich aber, denn wenn die Tiere Überleben werden sie wieder vollständig gesund. Spät- und Folgeschäden sind nicht bekannt.

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